Rosskopf

Sonntagstour auf den Rosskopf

Voller Vorfreude starteten 39 Bergwanderer aus Moosburg und Umgebung am 17. 6.2018 mit dem Bus zur Bergtour auf den Rosskopf am Spitzingsee. Ziel war es, die angekündigten fünf Gipfel bei der aussichtsreichen Rundtour zu schaffen.

Gestartet wurde am Parkplatz der Stümpflingsesselbahn. Auf breitem Weg, etwas oberhalb des Spitzingsees, erreichte man nach ca. 45 Minuten die Untere Firstalm.

Nach einem weiteren kurzen Anstieg war der Suttenstein (1398 m) erreicht, von wo sich zwischen den Bäumen ein Blick auf die beiden Schindergipfel über der Valepp bot.

Links einen Grashang hinauf und schon kam der Stümpfling (1506 m) in Sicht. Etwas unterhalb erwartete die Ankommenden die Bergstation der Stümpflingbahn, gegenüber die Jagahütt’n, die aber leider noch geschlossen hatte.

Nach einer kurzen Pause, das Gipfelkreuz des Rosskopfs schon in Sichtweite, ging’s mäßig steil nach oben zum Gipfel auf 1580 m. Üppig blühende Almwiesenblumen erfreuten längs des Wegs das Auge. Besonders Lilien- und Orchideengewächse wie Grüner Germer und Knabenkraut und natürlich jede Menge Hahnenfuß, Storchenschnabel, Flockenblumen, Vergissmeinnicht, Taubenkropf, Trollblumen, Frauenmantel, Geißfuß  – eine Vielfalt sondersgleichen, die sich hier heroben ungestört entfalten kann, zog immer wieder die staunenden Blicke auf sich.

Nach einer umfassenden Rundumschau auf die umgebenden Berge (Brecherspitz, Wallberg, Risserkogel, Blauberge, die beiden Schinder, Rotwand, Taubenstein) und Seen (Schliersee, Tegernsee, Spitzingsee und den kleinen Grünsee) ließ man sich unterm Gipfelkreuz die Brotzeit schmecken.

Der Tourenleiter schickte immer wieder prüfende Blicke gen Himmel und die wechselnden Wolkenformationen, aber schließlich wurde die Kammwanderung Richtung Süden fortgesetzt. Ein wunderschöner Pfad führte an der Bergflanke unter alten Fichten entlang, gesäumt von üppigem Grün aus Farnen, Heidelbeerbüschen, Glücksklee und den riesigen Blättern der Pestwurz – einem Meer in Grün!

Nachdem der Rotkopf (1602 m) und der nächste Abzweig ins Tal erreicht waren, entschloss sich ein Teil der Gruppe zu einem gemütlichen Abstieg, die anderen hatten noch den Stolzenberg (1609 m) als Ziel.

Zum Glück war es weitgehend trocken, so dass die Steige abwärts im Wald- und Wiesengelände gut zu bewältigen waren, aber die anschließende, relativ steil hinunterführende Zufahrtsstraße zu den Haushamer Almen, strapazierte die Knie- und Fußgelenke dann doch spürbar.

Im Tal angekommen, lockte alle die Albert-Link-Hütte, eine Alpenvereinshütte, am Rande des Valeppalmgeländes mit ihrer großen Terrasse zu einer gemütlichen Einkehr. Nach einem kurzen Abstecher an den Spitzingsee oder auch auf direktem Weg über das freie Almgelände erreichten die Moosburger Bergwanderer wieder den Bus zur Heimfahrt.